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Durch den Wind

Durch den Wind

Vier Frauen sind auf der Suche nach der Liebe und nach dem richtigen Leben. Und alle vier hadern mit sich, weil sie Angst vor dem Scheitern haben. Haben die Alten etwa mehr Mut als die jungen Leute? Annika Reich erzählt mit Witz und Melancholie, mit Intelligenz und Genauigkeit von einer Generation, die das Neue will und vor den alten Fragen steht. Am Ende merken die vier Frauen: Leben lernen muss jede für sich allein.

Yoko, Alison, Friederike und Siri sind Mitte Dreissig, leben in Berlin Mitte, als Architektin, Geliebte, Ladenbesitzer sowie als Ehefrau und Mutter. Die vier Freundinnen in Annika Reichs zweitem Roman merken, wie sie an sich selbst vorbeileben, mit Ehe, Kinderwunsch oder Vergangenheit hadern. Ein wenig übel nimmt man es der Autorin schon, dass sie diese im Leben stehenden Frauen mit all ihren liebenswerten Ticks und Talenten entwirft, um sie dann doch nur wieder wegen Mann und Kind verzweifeln zu lassen. Aber vielleicht will Reich uns mit den mal panischen, ins Abstruse abdriftenden und mal einsichtigen Gedankengängen der Frauen eher von der großen Angst erzählen, aus einem fahrenden Zug zu springen, obwohl er ganz klar in die falsche Richtung fährt. So sehen wir Yoko, Alison, Friederike und Siri dabei zu, wie sie nach der Notbremse suchen. Der Ausweg kann für die eine bereits eine kurze Reise sein, während es für die andere nur noch der Tod richten kann. Dennoch steht am Ende die Einsicht: Wir haben selbst mehr in der Hand, als wir manchmal glauben.

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